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Schielen (Strabismus)

Strabismus - Esotropie - Schielen nach innen unkorrigiert

Das Schielen (lateinisch Strabismus) bezeichnet eine Fehlstellung der Augen. Die Augenachsen weichen von der Parallelstellung ab, die beiden Augen blicken somit in unterschiedliche Richtungen.

Symptome:

Die charakterischen Symptome sind wie eingangs erwähnt, die Fehlstellung der Augen. Am häufigsten sind Abweichungen nach innen (zur Nase hin – Einwärtsschielen – Strabismus convergens) oder nach außen (Auswärtsschielen – Strabismus divergens). Aber auch Abweichungen nach oben und unten können auftreten. Schielen ist nicht nur ein äußerlich sichtbarer Makel.  Es kann je nach Ausprägung auch eine mehr oder weniger starke Sehbehinderung bedeuten.

Erste mögliche Anzeichen und/oder Begleiterscheinungen vom Schielen sind:

  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsprobleme
  • zitternde Augen
  • Doppelbilder
  • Lichtüberempfindlichkeit
  • Leseschwäche
  • Schiefhalten des Kopfs
  • brennende Augen
  • häufiges Blinzeln und Zwinkern
  • Ungeschicklichkeit wie Vorbeigreifen an Gegenständen

Ursache:

An jedem Auge befinden sich 6 Muskeln die es in verschiedene Richtungen blicken lässt. Das Gehirn sorgt dabei dafür, dass beide Augen immer den gleichen Gegenstand betrachten. Normalerweise verschmelzen die Seheindrücke beider Augen zu einem einzigen, dreidimensionalen Bild. Versagt die Steuerung vom Gehirn oder funktionieren die Augenmuskeln nicht oder nicht mehr, blicken die Augen nicht mehr in die gleiche Richtung. Man spricht dann vom Schielen (Strabismus).

 

Schielen kann vorübergehend aber auch dauerhaft sein. Man unterscheidet latentes Schielen – lateinisch Heterophorie (nur in bestimmten Situationen, z.B. bei Ermüdung) und  manifestes – lateinisch Heterotropie (dauerhaftes) Schielen.

Dazu mehr in den nächsten Artikeln.

Therapie:

Die Therapien unterscheiden sich je nach Art des Schielens. Diese reichen von einer einfachen Korrektion durch eine Brille bis hin zu Brillen mit speziellen Wirkungen (Prismen) zur Korrektion des latenten Schielens. Bei der Behandlung des manifesten Schielens kann zusätzlich zu den oben genannten Möglichkeiten auch noch die Okklusionstherapie angewandt werden. In manchen Fällen kommt es auch zu einer Schieloperation.

Unbehandelt kann ein ausgeprägtes Schielen eine dauerhafte Sehschwäche (lateinisch Amblyopie) des eigentlich gesunden Auges zur Folge haben. Deshalb ist es sehr wichtig, schielende Babys und Kleinkinder frühzeitig zu behandeln!