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Ausreichende Sehleistung legt einen wichtigen Grundstein zu guten Noten

Deutschlandweit beginnt derzeit das neue Schuljahr. An alles ist gedacht – die richtige Schulmappe, die erforderlichen Unterrichtsmaterialien. Doch wie sieht es mit der Sehleistung des Kindes aus? Ist diese ausreichend für die hohen Anforderungen im Unterricht? Ständig wechselnde Sehentfernungen vom Schreiben ins Heft bis zum Sehen an der Tafel sind auch für rechtsichtige Augen auf Dauer sehr ermüdend. Die Konzentration lässt nach. Wie aber ist es für Kinder mit fehlsichtigen Augen? Weitsichtige (übersichtige) Augen führen zu Problemen beim Schreiben und Lesen. Kurzsichtige Augen haben Probleme beim Sehen in der Ferne.

Die Folge: Zahlen und Buchstaben werden nicht richtig erkannt und es kommt zu Schwierigkeiten beim Schreiben, Lesen und Rechnen. Die Kinderaugen sind überanstrengt, weswegen sich die Kinder häufig schlecht konzentrieren können. Oftmals wirken diese Kinder undiszipliniert und stören im Unterricht. Das an der Tafel Geschriebene kann nicht entziffert werden und so versuchen sie es beim Nachbarn – Stress kommt auf – Unlust und Müdigkeit sind die Folge. Das birgt auch Gefahren auf dem täglichen Schulweg. Der Straßenverkehr stellt ebenso allerhöchste Ansprüche an das Reaktions- und Sehvermögen.

Kind mit Schultüte zum Schulbeginn Quelle: ZVA

Eine Lernschwäche und eventuelle schlechte Noten auf dem Zeugnis kommen also möglicherweise von einer Sehschwäche. Deshalb rät der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) pünktlich zum Schulbeginn allen Eltern, die Sehfähigkeit ihrer Kinder überprüfen zu lassen.

Aber auch schon vorher sollten Eltern an den gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder teilnehmen. Die U5 zwischen dem 6. und 7. Lebensmonat, die U8 im Alter von 3 1/2 bis 4 Jahren und die U9 vor Schulbeginn mit etwa 5 Jahren.

Durch die großen Abstände zwischen den Untersuchungen kann allerdings keine absolute Sicherheit für das rechtzeitige Entdecken einer Sehschwäche gegeben werden. Seh-tipps.de | der optik-notizblog empfiehlt daher noch eine ergänzende Untersuchung mit ca. 2 bis 2 1/2 Jahren, ab dem Schulbeginn dann im 2-Jahresrhytmus.

Die Untersuchungen sollten beim Augenarzt erfolgen. Auch ein Augenoptiker kann für einen Sehtest zu Rate gezogen werden. Dieser kann Hinweise auf Sehprobleme erkennen und im jeweiligen Fall eine weitergehende Behandlung beim Augenarzt empfehlen.

Wird letztendlich bei einer Untersuchung ein Sehfehler bzw. eine Sehschwäche festgestellt, hilft in vielen Fällen eine Brille als Korrektionsmittel. Der Augenoptiker berät Eltern und Kinder bezüglich der speziellen Bedürfnisse von Kindern bei der Brillenglas und -fassungswahl.

 

Anzeichen für Sehprobleme:

  • Häufiges Blinzeln, Augenreiben oder Stirnrunzeln
  • Lichtempfindlichkeit
  • Häufiges Stolpern oder Balancestörungen
  • Probleme beim Bälle fangen
  • Schnelles Ermüden beim Schreiben oder Lesen
  • Auffälliges Schriftbild (Linienführung, Wortabstände)
  • Flüchtiges, langsames oder fehlerhaftes Lesen
  • Häufiges Verrutschen in der Zeile
  • Geringer Augenabstand zu Buch oder Fernseher
  • Unsichere Feinmotorik (unsauberes Schriftbild, Tollpatschigkeit)
  • Unlust beim Schreiben, Malen oder bei Feinarbeiten


Quellen:

ZVA, KGS