Das weitsichtige (hyperope) Auge

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Im heutigen Artikel geht es um die Weitsichtigkeit – die Hyperopie. Zuerst einmal zu den Ursachen bzw. zur Erklärung. Wie auch beim kurzsichtigen Auge ist die Ursache eine nicht optimale Kombination aus Augapfellänge und Brechkraft der Augenlinse/Hornhaut. Bei einem rechtsichtigen (emmetropen) Auge wird ein Objekt bei entspanntem Blick in die Ferne exakt am Ort der Netzhaut abgebildet. Das Bild ist „scharf“. Bei einem weitsichtigen Auge wird das Objekt allerdings hinter dem Auge abgebildet, denn ein weitsichtiges Auge ist entweder zu kurz und/oder die Brechkraft der Linse/Hornhaut zu schwach. Um dies auszugleichen benötigt man sogenannte Sammellinsen (Pluslinsen). Diese verstärken die Brechung der einfallenden Lichtstrahlen, sodass sie wieder genau am Ort der Netzhaut gebündelt abgebildet werden. Der Weitsichtige sieht wieder „scharf“.

Eine Weitsichtigkeit bleibt häufig unerkannt. Weitsichtigen wird sogar nachgesagt sie hätten Augen wie ein Adler und häufig erreicht ein Weitsichtiger bei einem allgemeinen Sehtest für die Ferne eine 100%ige Sehschärfe. Das hat folgenden Hintergrund: Jedes gesunde Auge kann durch Anstrengung der Augenmuskeln die Wölbung der Augenlinse verändern. Eine flache Augenlinse benötigt ein Rechtsichtiger zum Sehen in die Ferne, eine stark gewölbte Augenlinse um Objekte in der Nähe zu fokussieren. Ein Weitsichtiger nutzt diese sogenannte Akkommodation aus. Die Linse wird unwillkürlich so stark gewölbt, dass Objekte in der Ferne wieder möglichst scharf abgebildet werden.

Die Augenlinse kann durch Akkommodation ihre Brechkraft um ca. 10 Dioptrien verändern. Dies stellt natürlich eine gewisse Anstrengung dar. Wer nun die Augenlinsen bereits für die Ferndistanz „scharf“ stellen muss, hat in der Nähe einen weitaus höheren Aufwand Objekte zu fokussieren. Weitsichtige Kinder haben demzufolge oft wenig Interesse am Schreiben und Lesen. Häufig werden sie als faule und unkonzentrierte Schüler auffällig. In den ersten Schuljahren entwickeln sich bei unkorrigierten, weitsichtigen Kindern häufig chronische Kopfschmerzen, die auf die Überanstrengung zurückzuführen sind. Es ist deshalb äußerst wichtig die Weitsichtigkeit bei Kindern frühzeitig  zu erkennen und zu behandeln.

Auch bei erwachsenen Weitsichtigen wird durch die unwillkürliche Akkommodation ein Sehfehler meist erst spät erkannt. Allerdings wird bei unkorrigierten Weitsichtigen häufig frühzeitig eine Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) festgestellt.

Zur Altersweitsichtigkeit, der Presbyopie, aber mehr im nächsten Artikel.

Das kurzsichtige (myope) Auge

Arbeiten am PC

Heute ein Artikel über die Kurzsichtigkeit – die Myopie. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich diese Form der Sehschwäche besonders in den westlichen Industrienationen außergewöhnlich stark ausgeprägt und ist mittlerweile zu einer Zivilisationskrankheit geworden. Obwohl ein Auge mit angeborener kurzsichtiger (myoper) oder weitsichtiger (hyperoper) Sehschwäche eigentlich nicht als „krank“ bezeichnet werden kann, da diese oftmals einfach nur eine nicht optimale Kombination aus Augapfellänge und Brechkraft der Augenlinse darstellt. Diese Kombination ist eine jeweilige genetische Veranlagung und kann somit z.B. von den Eltern vererbt worden sein.

Hingegen ist eine nicht angeborene Kurzsichtigkeit oftmals das Resultat von Lebensumständen. In der heutigen Zeit werden die Augen viel mehr dazu gezwungen auf nahe Dinge zu sehen. Durch das Fixieren beginnt der Augapfel langsam an zu wachsen. Die Brechkraft der Augenlinse bleibt natürlich unverändert. Das Auge ist nun also zu lang für die Brechkraft der Linse. Die einfallenden Lichtstrahlen werden demzufolge nicht auf der Netzhaut gebündelt, sondern bereits davor. Um dieses zu korrigieren braucht man Zerstreuungslinsen (Minuslinsen). Diese bewirken, dass das einfallende Licht durch die Augenlinse weniger stark gebrochen wird und somit etwas weiter hinten, also wieder genau auf der Netzhaut gebündelt werden. Der Kurzsichtige kann wieder scharf sehen.

Eine erworbene Kurzsichtigkeit ist also eine Folge der Industrialisierung. Durch das stundenlange Starren in der Nähe können sich die Augen nicht mehr regenerieren. Die Arbeit am Computerbildschirm gilt als Hauptrisikofaktor der Kurzsichtigkeit. Werden kurzsichtige Augen nicht korrigiert, riskiert man ein Voranschreiten der Sehschwäche. Hinzu kommen oftmals auch unangenehme Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen und/oder brennende, gerötete Augen welche auf Dauer die Konzentration stark beeinträchtigen können.

Aus all den vorangegangenen Informationen lässt sich demzufolge auch das Phänomen der voranschreitenden Kurzsichtigkeit erklären. Prinzipiell verändert sich im Laufe des generellen Wachstums eines Menschen natürlich auch die Länge des Augapfels. Bis zum 4. Lebensjahr ist das Auge zu ca. 70% ausgewachsen, bis zum ca. 25. Lebensjahr dann komplett. Viele Kinder sind in jungen Jahren sogar weitsichtig, da das Auge in dem Alter noch zu kurz für die Brechkraft der Linse ist. Im Idealfall pendelt sich das Zusammenspiel Augenlänge und Brechkraft Linse so ein, dass das Auge rechtsichtig (emmetrop) ist. Wächst das Auge aber unproportional weiter, wird es kurzsichtig. Viele Kinder und Jugendliche berichten ihren Eltern nicht oder erst sehr spät von Schwierigkeiten beim Sehen. Ganz automatisch bestreiten sie ihren Alltag dann zunehmend im nahen Umfeld. Kurzsichtige Kinder schreiben und malen gern, denn in diesen Distanzen können sie besser sehen als in der Ferne. Aber genau das ist wie schon beschrieben ein weiterer Faktor für das Voranschreiten einer Kurzsichtigkeit. Das vermehrte Sehen in der Nähe lässt das Auge erstarren und begünstigt so das Längenwachstum!

Zur Vorbeugung der Kurzsichtigkeit durch vermehrtes Sehen in der Nähe gibt es folgende Tipps:

  • Eine Kurzsichtigkeit sollte immer auskorrigiert sein – ist sie das nicht, verlagert man sein Sehverhalten automatisch auf die dann angenehmen nahen Distanzen.
  • Für die Bildschirmarbeit sollte ein ausreichend großer Monitor verwendet werden, welcher möglichst weit weg steht.
  • Zum Lesen sollte der größte, noch als angenehm erscheinende Abstand gewählt werden. 30 Zentimeter und mehr sind empfehlenswert.
  • In allen Fällen sollte auf eine ausreichende Beleuchtung geachtet werden.
  • Um die Augen zu entspannen, sollten Lesepause eingelegt werden. Außerdem sollte der Blick in regelmäßigen Abständen von der Nähe auf weit entfernte Objekte gerichtet werden – das trainiert die Augen!

Wenn das Auge juckt und brennt…

Keratoconjunctivitis sicca

Die Augen sind gerötet, sie jucken und brennen, es fühlt sich an als würden kleine Sandkörner unter den Augenlidern auf der Hornhaut kratzen. So oder ähnlich beschreiben mehr als 10 Millionen Bundesbürger die sogenannten trockenen Augen. Das „Trockene Auge“ (Keratoconjunctivitis sicca), ist damit eine der häufigsten Augenerkrankungen überhaupt. In besonders schlimmen Fällen können die Betroffenen kaum noch einer geregelten Tätigkeit nachgehen.

Die möglichen Ursachen

Eine verminderte Befeuchtung der Augenoberfläche wird entweder durch eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms oder durch eine zu geringe Tränenmenge hervorgerufen. Weitere Ursachen können zum Beispiel häufiges Arbeiten am Computermonitor, Umweltbelastungen durch Ozon, Klimaanlagen im Auto und Büro, Lösungsmittel und Staub sein. Auch Medikamente können den Tränenfluss beeinträchtigen. Das Trockene Auge ist außerdem eine häufige Begleiterscheinung von Diabetes und Rheuma.

Tränen

Unterscheiden muss man grundsätzlich zwei Typen von Tränen. Zum einen gibt es Reflextränen welche nur durch bestimmte Reize (Verletzungen, Fremdkörper, Gefühle wie Freude oder Trauer) hervorgerufen werden. Zum zweiten Typ zählen die konstanten Tränen. Sie werden ständig produziert und sind für die Befeuchtung des Auges zuständig. Außerdem enthalten sie Antikörper aus dem Immunsystem um Bakterien oder Viren abzuwehren.

Tränenfilm

Der Tränenfilm schützt nicht nur Horn- und Bindehaut vor dem Austrocken, er versorgt auch die Hornhaut mit lebenswichtigen Nährstoffen und vor allem mit Sauerstoff. Er erleichtert zudem als Schmierstoff den Lidschlag. Allerdings ist der menschliche Tränenfilm gerade mal 10 Mikrometer dick. Damit er beim Lidschlag nicht zerreißt, muss er extrem stabil sein. Das Zusammenspiel der drei unterschiedlichen Schichten (Schleimschicht (Muzinschicht), wässrige Schicht, Lipidschicht) des Tränenfilms darf nicht gestört sein!

Ein Mangel an Tränenflüssigkeit ist übrigens nur bei ca. 8% der Betroffenen Auslöser des Trockenen Auges. Bei nahezu 80% liegt eine Störung der Lipidschicht vor. Der Tränenfilm reißt durch die fehlende „Fettschicht“ zu schnell auf und es verdampft 10 bis 20 Mal mehr Tränenflüssigkeit als normal. Das erklärt auch, warum viele Betroffene von tränenden Augen berichten. Die Tränen fließen einfach ab, da der Tränenfilm nicht mehr stabil genug ist. Die Folge: Die Hornhaut trocknet aus!

Behandlung

Häufig werden Benetzungslösungen, sogenannte „künstliche Tränen“ angewandt. Da aber nur bei ca. jedem 10. Betroffenen eine unzureichende Tränenflüssigkeitsmenge der Auslöser für das Trockene Auge ist, bringen Benetzungsmittel häufig nicht den gewünschten Erfolg. Ein anderer Weg ist die Liposomen-Therapie. Hierzu wurden z.B. Augensprays entwickelt. Diese Sprays sollen den Tränenfilm mit den enthaltenen Liposomen anreichern und den Tränenfilm somit stabiler machen. Außerdem haben solche Augensprays einen kühlenden Effekt und sollen den Juckreiz stillen.

 

Was man selbst tun kann

  • Nicht andauernd starr auf den PC-Monitor sehen – öfter blinzeln
  • Auf die Klimaanlage, soweit möglich, verzichten
  • Mit Lösungsmittel- und Farbdämpfen belastete Luft meiden
  • Konsum von Zigaretten und Alkohol meiden bzw. einschränken
  • Ausreichend  Trinken!

 

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz e.V.

 

Haben Sie eine gute Sonnenbrille? – Der UV-Schutz ist wichtigstes Merkmal!

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Die Sonneneruptionen und deren Stärke sorgt auch in unseren Breitengraden für eine nie gekannte Intensität der schädlichen UV-Strahlen. Demzufolge sollte der Sonnenschutz neben der Haut auch besonders den Augen gelten.
Als empfindlicher Sehapparat können die Augen dauerhaft und unwiederbringlich geschädigt werden wenn kein ausreichender UV-Schutz vorhanden ist. Einen ersten Anhaltspunkt für qualitativ hochwertige Sonnenbrillengläser bietet die CE-Kennzeichnung in den Bügeln oder die Aufschrift EN 1836:1997. Um ganz sicher zu sein, kann man die Gläser beim Augenoptiker direkt auf den jeweiligen UV-Schutz prüfen lassen.

Übrigens hat die Farbe oder Farbintensität nichts mit dem UV-Schutz eines Sonnenbrillenglases zu tun. Auch leicht getönte Gläser können einen 100%igen UV-Schutz aufweisen. Aber auch fast komplett schwarze Gläser können die schädliche UV-Strahlung ungestört passieren lassen! Lediglich der Blendschutz wird durch die Tönung und Intensität der Glasfarbe beeinflusst. Gläser werden für bestimmte Lichtverhältnisse konzipiert – der Blendschutz wurde von renommierten Herstellern in Kategorien unterteilt. Meist findet sich die Berechnung der jeweiligen Kategorie an der Innenseite der Bügel und reicht von 0 bis 4:
Kategorie 0: sehr heller Filter, 80 bis 100Prozent Lichtdurchlässigkeit, für abends oder den leichten Lichtschutz
Kategorie 1: heller bis mittlerer Filter, 43 bis 80Prozent Lichtdurchlässigkeit, für die Stadt gut geeignet oder für bedeckte Tage
Kategorie 2: dunkler Universalfilter, 18 bis 43 Prozent Lichtdurchlässigkeit, besonders für den Sommer geeignet, für unsere Breitengrade der perfekte Blendschutz
Kategorie 3: sehr dunkler Filter, 8 bis 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit, für südliche Gefilde gut geeignet, für Strand, Berge und helle Wasseroberflächen
Kategorie 4: extrem dunkler Filter, 3 bis 8 Prozent Lichtdurchlässigkeit, für den Straßenverkehr zu dunkel, für Gletscher und Hochgebirge geeignet

Wenn auf Ihrer Wunsch-Sonnenbrille das CE-Zeichen und die Lichtschutzkategorie fehlen: Finger weg!

Für das Autofahren werden grau oder braun getönte Gläser empfohlen. Warnschilder und Lichtsignale bleiben gut erkennbar denn diese Farben verfälschen den natürlichen Farbeindruck am wenigsten. Für den Straßenverkehr ebenfalls gut geeignet sind gelbliche Tönungen denn sie verstärken die Kontraste. Rote oder blaue Brillengläser sind eher Modeerscheinungen – sie verändern die farbliche Wahrnehmung und sind nur bedingt als Sonnenschutz geeignet.
Auf der sicheren Seite für den Kauf einer guten Sonnenbrille sind Sie beim Augenoptiker. Er kann Ihnen weitere wertvolle Tipps zur optimalen Fassungsform und auch zu der richtigen Brillenglasfarbe und –tönungsintensität geben.

 

 

Ausreichende Sehleistung legt einen wichtigen Grundstein zu guten Noten

Deutschlandweit beginnt derzeit das neue Schuljahr. An alles ist gedacht – die richtige Schulmappe, die erforderlichen Unterrichtsmaterialien. Doch wie sieht es mit der Sehleistung des Kindes aus? Ist diese ausreichend für die hohen Anforderungen im Unterricht? Ständig wechselnde Sehentfernungen vom Schreiben ins Heft bis zum Sehen an der Tafel sind auch für rechtsichtige Augen auf Dauer sehr ermüdend. Die Konzentration lässt nach. Wie aber ist es für Kinder mit fehlsichtigen Augen? Weitsichtige (übersichtige) Augen führen zu Problemen beim Schreiben und Lesen. Kurzsichtige Augen haben Probleme beim Sehen in der Ferne.

Die Folge: Zahlen und Buchstaben werden nicht richtig erkannt und es kommt zu Schwierigkeiten beim Schreiben, Lesen und Rechnen. Die Kinderaugen sind überanstrengt, weswegen sich die Kinder häufig schlecht konzentrieren können. Oftmals wirken diese Kinder undiszipliniert und stören im Unterricht. Das an der Tafel Geschriebene kann nicht entziffert werden und so versuchen sie es beim Nachbarn – Stress kommt auf – Unlust und Müdigkeit sind die Folge. Das birgt auch Gefahren auf dem täglichen Schulweg. Der Straßenverkehr stellt ebenso allerhöchste Ansprüche an das Reaktions- und Sehvermögen.

Kind mit Schultüte zum Schulbeginn Quelle: ZVA

Eine Lernschwäche und eventuelle schlechte Noten auf dem Zeugnis kommen also möglicherweise von einer Sehschwäche. Deshalb rät der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) pünktlich zum Schulbeginn allen Eltern, die Sehfähigkeit ihrer Kinder überprüfen zu lassen.

Aber auch schon vorher sollten Eltern an den gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder teilnehmen. Die U5 zwischen dem 6. und 7. Lebensmonat, die U8 im Alter von 3 1/2 bis 4 Jahren und die U9 vor Schulbeginn mit etwa 5 Jahren.

Durch die großen Abstände zwischen den Untersuchungen kann allerdings keine absolute Sicherheit für das rechtzeitige Entdecken einer Sehschwäche gegeben werden. Seh-tipps.de | der optik-notizblog empfiehlt daher noch eine ergänzende Untersuchung mit ca. 2 bis 2 1/2 Jahren, ab dem Schulbeginn dann im 2-Jahresrhytmus.

Die Untersuchungen sollten beim Augenarzt erfolgen. Auch ein Augenoptiker kann für einen Sehtest zu Rate gezogen werden. Dieser kann Hinweise auf Sehprobleme erkennen und im jeweiligen Fall eine weitergehende Behandlung beim Augenarzt empfehlen.

Wird letztendlich bei einer Untersuchung ein Sehfehler bzw. eine Sehschwäche festgestellt, hilft in vielen Fällen eine Brille als Korrektionsmittel. Der Augenoptiker berät Eltern und Kinder bezüglich der speziellen Bedürfnisse von Kindern bei der Brillenglas und -fassungswahl.

 

Anzeichen für Sehprobleme:

  • Häufiges Blinzeln, Augenreiben oder Stirnrunzeln
  • Lichtempfindlichkeit
  • Häufiges Stolpern oder Balancestörungen
  • Probleme beim Bälle fangen
  • Schnelles Ermüden beim Schreiben oder Lesen
  • Auffälliges Schriftbild (Linienführung, Wortabstände)
  • Flüchtiges, langsames oder fehlerhaftes Lesen
  • Häufiges Verrutschen in der Zeile
  • Geringer Augenabstand zu Buch oder Fernseher
  • Unsichere Feinmotorik (unsauberes Schriftbild, Tollpatschigkeit)
  • Unlust beim Schreiben, Malen oder bei Feinarbeiten


Quellen:

ZVA, KGS

 

Ab 25 zum regelmäßigen Sehtest

Rund 90 Prozent aller Sinneseindrücke werden mit den Augen aufgenommen. Wahrnehmen – erkennen – reagieren.

Eine der größten Gefahren im Straßenverkehr ist unumstritten eine schlechte Sehleistung des Kraftfahrers. Wildwechsel, Verkehrszeichen, Radfahrer oder Kinder werden zu spät gesehen, was ein erhebliches Risiko für alle darstellt.

Doch dass sich die Sehleistung verschlechtert bzw. verändert hat, ist vielen Auto- und Motorradfahrern nicht bewusst. Schlecht sehen geht eben nicht mit Schmerzen einher und entwickelt sich meist in einem schleichenden Prozess. Bereits ab einem Alter von 25 Jahren lässt das Sehvermögen des Menschen naturbedingt nach. Deshalb sollten alle Kraftfahrer ihre Sehleistung regelmäßig überprüfen lassen. Im jungen Alter wenigstens im 5 Jahresrhythmus, ab dem 40. Lebensjahr wenigstens alle 2 Jahre und ab dem 60. Lebensjahr sollte jedes Jahr zum Sehtest gegangen werden.

Die Augen sind im Straßenverkehr das wichtigste Sinnesorgan. Durch sie werden lebenswichtige Informationen für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer übermittelt. Veränderungen der Sehleistung zeigen sich nicht nur in der Sehschärfe, sondern auch in der Wahrnehmung von Kontrasten. Ob die Sehleistung noch ausreicht, zeigt schnell ein Sehtest beim Augenarzt oder Optiker.

Besonders gilt zu beachten: Selbst wer bei Tag gut sieht, hat nicht unbedingt auch in der Nacht eine ausreichende Sehschärfe. Nachts sind bekanntlich alle Katzen grau. Die Farben fallen als Zusatzinformationen weg, das Nachtsehvermögen reduziert sich gegenüber der Tagessehschärfe dramatisch. Beim Autofahren in der Dämmerung und bei Dunkelheit werden auch gesunde Augen bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit beansprucht. Hinzu kommt eventuell eine besondere Form der Kurzsichtigkeit – die Nachtkurzsichtigkeit (Nachtmyopie), von der sowohl Normalsichtige als auch Fehlsichtige betroffen sein können. Falls Sie derartige Phänomene bei sich beobachten, sollten Sie unbedingt einen Augenarzt konsultieren und bis dahin Nachtfahrten einschränken. Eventuell müssen Sie zum Nachtfahren eine passende Brille tragen.

Ebenso gilt für Autofahrer zu beachten: die richtige Wahl der Brillenfassung. Die Glasform sollte nicht zu schmal sein, die Bügel nicht zu breit. Eine Entspiegelung macht die Brillengläser lichtdurchlässiger. Außerdem verhindert sie fast vollständig störende Lichtreflexe, die von der Straßenbeleuchtung oder auch von nachts entgegenkommenden Fahrzeugen stammen. Heute sind entspiegelte Gläser kein Luxus, sondern sollten Standard sein!

Übrigens beteiligen sich Augenoptiker deutschlandweit an der Aktion „Sehtest – alle 2 Jahre!“ und laden vom 07.09. bis 31.10.2012 zum kostenfreien Sehtest ein.

Die saubere Brille – für den perfekten Durchblick in Beruf und Freizeit

Ein Phänomen welches wohl jeder Brillenträger täglich beobachten kann – die Brille ist gerade erst geputzt und im nächsten Augenblick hat man schon wieder Zweifel am klaren Durchblick. Gerade Brillengläser mit Entspiegelungen zeigen gnadenlos jeden Fingerabdruck und jedes Staubkorn. Kombinationsbeschichtungen mit Super-Breitbandentspiegelung und Lotusbeschichtung gibt es seit einiger Zeit. Sie helfen sowohl beim Putzen bzw. lassen sogar einen Großteil an Verschmutzungen im Vorfeld schon „abperlen“.  Noch neuartigere Kombinationsbeschichtungen mit Antistatikwirkung erschweren sogar die Anhaftung für Partikel jeglicher Art.

Und trotzdem wird jede Brille irgendwann einmal putzbedürftig. Hierfür gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Methoden. Für zu Hause bestens bewert: klares, lauwarmes Wasser und einen Tropfen Spülmittel. Mit einem weichen Geschirrhandtuch sind die Gläser schnell getrocknet, poliert und von Staub und Fett befreit.

Als Alternative gibt es das Brillenbad oder auch das Ultraschallbad für den normalen Hausgebrauch. In diesen können auch Schmuck und andere Kleinteile gereinigt werden.

Für unterwegs, aber auch für zu Hause, empfiehlt sich gerade für empfindliche Kunststoffbrillengläser zur Brillenreinigung ein Microfasertuch. In Kombination mit einem Brillenputzspray ist man so für alle Eventualitäten auf der sicheren Seite.

Und wenn Sie sich irgendwann gar keinen Rat mehr wissen oder einmal eine wirkliche Tiefenreinigung vornehmen lassen möchten, ist Ihr Augenoptiker Ihr Ansprechpartner erster Wahl. Er lässt Ihre Brille in einem Industrie-Ultraschallbad intensiv reinigen und wechselt Kleinstteile wie Nasenpads etc.

 

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