Archiv für Brille

Das Brillenetui – modisches Accessoire und Beschützer zugleich

Wer kennt es nicht, wer hat es noch nicht gebraucht? Das Brillenetui! Für den einen notweniges Übel um der Brille ein wenig Schutz zu geben, sollte sie mal nicht auf der Nase verweilen. Für den anderen ein modisches Accessoire. Daher gibt es diese Etuis auch in den unterschiedlichsten Ausführungen.


Das Hartschalenbrillenetui

Den besten Schutz gegen Druck und auch sonst gegen nahezu alles hat die Brille in einem Hartschalenetui. Wie der Name schon sagt besitzt dieses Etui 2 harte Schalen die in der Regel mit einem Metallscharnier verbunden sind. Geöffnet und geschlossen wird entweder per Schnappverschluss, Magnetverschluss oder auch per Druckknopf.

Zauberetui / Rolling / Change / Logic

Magisch in der Funktion: Der raffinierte Verschluss (360° drehbar) lässt das Etui wie von Zauberhand in unterschiedlichen Farben erstrahlen. Es gehört zu den Hartschalenetuis und ist definitiv ein toller Hingucker.

Das halbharte Brillenetui

Einen guten Schutz bietet auch das halbharte Brillenetui. Meist sind diese Etuis aus Lederimitat, echtem Leder oder festeren Materialien gefertigt. Auch hier finden sich Magnet- oder Druckknopfverschlüsse.

Brillenetuis aus Metall

Auch diese Brillenetuis gegen der Brille den perfekten Schutz. Ausgeschlagen mit weichen Stoffen wie z.B. Velour, sind auch die Brillengläser weich gebettet.

Stecketuis

Stecketuis sollten nur für den Gebrauch in der Schublade oder ähnlichem gedacht sein. Diese Etuis schützen zwar vor Staub, in keinem Falle aber vor größerem Druck. Für den Transport sollte immer ein hartes Brillenetui gewählt werden.

Brillenetuis für Kinder
Das Kinder in der Regel nicht ganz so achtsam mit ihren Brillen umgehen wird dringend zu einem Hartschalenetui geraten. Diese gibt es mit vielen kindgerechten Motiven, sodaß es den Kindern sogar Freude machen kann, die Brille in ein solches Etui legen zu können.

Alles in allem ist es aber dennoch Geschmackssache. Auf brillenetuis24.de sollte jeder das für sich passende Etui finden!

Die Schminkbrille – Helferlein für perfektes Make-up

Mit einer Schminkbrille können sich Frauen mit Sehfehlern genauso perfekt schminken wie jede andere auch.
Durch die Schminkbrille sehen Sie sich beim Schminken der Augen im Spiegel.

Das System ist einfach: Die Korrektionsgläser lassen sich einzeln, je nach Modell nach unten, oben oder zu den Seiten, wegklappen. Dadurch ist der Blick durch das offene Auge klar, die andere Seite aber erreichbar, ohne dass die Brille abgesetzt werden muss. Jetzt steht einer gleichmäßigen Grundierung oder dem hauchdünnen Eyelinerstrich nichts mehr im Weg.

Wie Sie persönlich mit der Schminkbrille am Besten umgehen, müssen Sie selbst herausfinden, denn es hängt natürlich auch von dem Sehfehler ab, den Sie haben.

10 Winter-Tipps für Brillenträger

Sonnenbrille

Der Winter gibt sich nicht geschlagen. Nach den ersten Frühlingstagen mit viel Sonnenschein, ist die Enttäuschung riesengroß. In Deutschland ist wieder winter. Die Temperaturen sind im Keller.

Das macht auch Brillenträgern zu schaffen. Bei frostigen Minusgraden wird die Brille manchmal zum Problem: Spiegelungen auf nassen Straßen, beschlagene Brillengläser oder greller Sonnenschein auf weißem Schnee beeinflussen das Sehen.

Entspiegelte Gläser
Dunkelheit und Scheinwerferlicht, dazu Nässe und Schnee: eine gefährliche Kombination, die zudem mit starken Reflexionen einhergeht. Entspiegelte Gläser filtern derartige Lichtspiegelungen. Da bei dieser Form der Veredelung mehr Licht durch die Gläser hindurch kommt, sehen Brillenträger speziell in der Dämmerung und in der Nacht deutlich besser.

Antibeschlag-Beschichtung
Ja, wer kommt denn da von draußen rein? Kann man nicht sehen, denn die Brillengläser sind beschlagen … Das nervt! Eine Antibeschlag-Beschichtung ist da eine wirkungsvolle Gegenmaßnahme. Diese Beschichtung ist eine spezielle Oberflächenbehandlung basierend auf Nanotechnologie. Silizium-Nanopartikel sind dabei in einen Polymerfilm integriert, der den kondensierten Wasserdampf auf diesen Schichten als klaren Film verlaufen lässt, den man einfach durchschauen kann. Ansonsten helfen auch Antibeschlaggel oder Brillenspray mit Antibeschlagwirkung

Polarisierende Brillengläser
Steht die Sonne sehr tief, ist das für Brillenträger besonders kritisch und unangenehm. Vor allem in der Kombination mit Schnee und Wasseroberflächen, zum Beispiel auf nassen Straßen, denn da kann es so zu starken Blendungen kommen. Polarisierende Brillengläser filtern das gestreute Licht besonders effektiv. Durch diesen technischen Trick verhindern sie das Blenden vollständig.

Brillengläser mit Tönung
Gerade in den Wintermonaten ist es ratsam, Brillengläser mit einer leichten Tönung in braun, grün oder grau zu tragen – mit einem Verlauf in der Abtönung. Grund: Wenn die Sonne scheint, kann dieses Licht sehr gleißend und störend sein. Aber: Speziell Autofahrer müssen darauf achten, dass die Gläser hell genug sind, damit es zu keinerlei Beeinträchtigung der Farbwahrnehmung kommt. Eine Tönung der Filterkategorien 2 und 3 ist für den Verkehrsteilnehmer ideal. Durch diese Gläser hindurch lassen sich Ampeln oder Bremslichter besser und schneller erkennen.“

Phototrope (selbst eindunkelnde) Brillengläser
Eine gute Alternative zu dauerhaft getönten Gläsern sind eindunkelnde Gläser – vor allem im Winter. Sie dunkeln sich bei zunehmender UV- Strahlung automatisch ein. Vorteil: Die Sicht ist durch eine starke Tönung nie zu intensiv, sondern immer den winterlichen Lichtverhältnissen angepasst.

Gute Qualität bei Outdoor-Brillen
Egal ob Sonnenbrille, Sportbrille oder Gletscherbrille: Achten Sie bei Ihrer Outdoor-Brille auf gute Qualität! Die Verwendung von elastischem Material beugt Verletzungen durch Absplitterungen bei Stürzen vor. Die Brille selbst sollten Sie immer in der mitgelieferten Hardbox aufbewahren. Aktive sollten für die Gläser eine Lichtabsorptionsstufe wählen, die Ihrer gewünschten Tätigkeit entspricht: Kategorie 3 etwa ist ideal für Gebirgswandern und Wintersport, Kategorie 4 ist nicht mehr für den Straßenverkehr geeignet.“

Kälte-Schäden vorbeugen
Dass Hitze den Brillengestellen schaden kann, ist bekannt. Jedoch kann es auch durch eisige Kälte zu Beeinträchtigungen kommen. Die Brille also nicht zu lange im Auto liegen lassen. Die Minustemperaturen können Glas und Fassung schädigen!

Brille nicht mit dem Pulloverärmel putzen
Es klingt banal, ist aber umso wichtiger, wenn im Winter schlechte Sicht herrscht: die richtige Reinigung der Brillengläser. Auf keinen Fall sollten Sie mit Ihrem Pulloverärmel oder weichgespülten Tüchern rangehen – es können Schlieren entstehen, die für trübe Sicht sorgen. Besser: Ein gutes Reinigungsspray bzw. lauwarmes Wasser. Danach die Gläser lediglich mit einem trockenen Mikrofasertuch abreiben.

Auf dem Berg: Kontaktlinsen einsetzen!
Für alle, die der Berg ruft, heißt es: besser auf Kontaktlinsen umstellen. Die Unfallgefahr ist geringer (Brillenbügel können bei Stürzen zu Verletzungen führen) und der Komfort höher, denn Linsen beschlagen nicht und sind gegenüber Schnee und Eis unempfindlich. Zudem ist man bei der Wahl der passenden Skibrille nicht länger eingeschränkt, denn es stehen einem alle Modelle zur Verfügung.

Winter-Seh-Check machen lassen!
Die Winterzeit ist die ideale Zeit, einen aktuellen Sehtest beim Augenoptiker durchführen zu lassen. Grund: Viele Brillenträger haben den Eindruck, gerade in den ersten trüben Monaten des neuen Jahres schlechter sehen zu können. Schuld daran sind oftmals die allgemein diffusen Lichtverhältnisse der Jahreszeit. Liegt tatsächlich eine Verschlechterung der Augen vor, so werden sie unter diesen Bedingungen besonders spürbar – eine oft unterschätze Gefahrenquelle!

Angelehnt an:
Quelle: Bild.de vom 4.3.2013 von Autor: Svea Kordt

Latentes Schielen (Heterophorie)

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Ein latentes (also verstecktes oder auch verborgenes) Schielen wird deshalb so bezeichnet, weil es in den meisten Fällen nur bei Unterbrechung des beidäugigen Sehens auftritt.

Ursache:

Bei ca. 70 bis 80 % der Bevölkerung weicht durch eine Störung des Augenmuskelgleichgewichts die Stellung der Augen gelegentlich von der Normalstellung (Parallelstand) ab. Die Fusionsfähigkeit des Gehirns, welches in der Lage ist, die Seheindrücke beider Augen zu einem Bild verschmelzen zu lassen, kann in den meisten Fällen diese Störung ausgleichen. Nur bei ca. 10 % der Betroffenen kommt es zu Beschwerden.

Eine Abweichung von der normalen Parallelstellung der Augen ist in alle Richtungen möglich. Man unterscheidet in latentes Auswärts- (Exophorie) oder Einwärtsschielen (Esophorie). Ebenso ist eine latente Abweichung nach oben (Hyperphorie) oder unten (Hypophorie) möglich, sowie eine Verrollung um die Sagittalachse (Zyklophorie).

Zur Diagnose werden so genannte Abdecktests (jeweils ein Auge wird abgedeckt und dabei die Veränderung der Stellung des jeweils anderen Auges beobachtet) oder Farbtests verwendet.

Symptome:

Meist wird erst bei Ermüdung, unter Alkoholeinfluss, bei allgemeinen Erkrankungen oder bei Stress und psychischen Belastungen die Heterophorie sichtbar. Das „Schielen“ ist nun nicht mehr versteckt und so genannte asthenoptische Beschwerden machen sich bemerkbar wie zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen
  • Doppelbilder
  • Verschwommensehen
  • Probleme beim Fixieren
  • allgemeines Spannungsgefühl der Augen und des Kopfes
  • schnelle Ermüdung beim Lesen, Konzentrationsmangel
  • Augenbrennen, gerötete Augen
  • Blendungsempfindlichkeit
  • Lidrandentzündung

Asthenopische Beschwerden stellen sich meist durch die zunehmende Ermüdung der Augenmuskeln erst im Tagesverlauf ein.

Therapie:

Zur Therapie gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Im Vordergrund steht die Korrektur bestehender Fehlsichtigkeiten [Weitsichtigkeit (Hyperopie), Kurzsichtigkeit (Myopie), Stabsichtigkeit (Astigmatismus)]. In vielen Fällen können durch eine Vollkorrektion bereits so die Beschwerden beseitigt werden. Darüber hinaus wird die Verordnung von Prismengläsern, bis hin zur Durchführung von orthoptischen Übungsbehandlungen und Schieloperationen erforderlich.

 

Stabsichtigkeit (Astigmatismus)

Stabsichtigkeit

Der Begriff Astigmatismus (Stabsichtigkeit) bezeichnet einen Abbildungsfehler in der Optik des Auges. Frei übersetzt bedeutet das Wort Astigmatismus Punktlosigkeit und stammt aus dem Griechischen. Ankommende Lichtstrahlen werden dabei nicht punktförmig, sondern als Strich auf der Netzhaut abgebildet.

Ursachen:

Im Idealfall hat ein Auge eine regelmäßig geformte Hornhaut. Das heißt die Hornhaut hat in all ihren Meridianen die gleiche Krümmung und ähnelt vom Aussehen her einem Kugelabschnitt. Ist ein Auge stabsichtig (astigmatisch) liegt in den häufigsten Fällen eine Hornhautverkrümmung vor. Das heißt dass die Hornhaut in einer Richtung anders gekrümmt ist als in der senkrecht dazu stehenden Richtung. Man spricht bei einem Astigmatismus hervorgerufen durch eine Hornhautverkrümmung von einem äußeren Astigmatismus.

In selteneren Fällen kann der Astigmatismus aber auch durch unterschiedlich gekrümmte Linsenradien hervorgerufen werden. Man spricht dann von einem inneren Astigmatismus.

Beide Astigmatismusvarianten können auch kombiniert auftreten.

Symptome:

Astigmatische (stabsichtige) Augen sehen alles verzerrt und unscharf. Um dies möglichst auszugleichen versuchen die Augen durch Akkommodation (Veränderung der Linsenkrümmung) diesen Fehler zu beheben. Dies führt allerdings zu Kopfschmerzen und Augenbrennen. Ein geringer Astigmatismus kann  das Gehirn eventuell  sogar teilweise ausgleichen. Häufig ist der Astigmatismus aber gepaart mit einer Fehlsichtigkeit (Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit).

Therapie:

Der Augenarzt oder Augenoptiker wird die Art des Astigmatismus feststellen. In den häufigsten Fällen kann dieser durch zylindrische (torische) Brillengläser ausgeglichen werden. Besondere Formen des Astigmatismus sind allerdings nur mittels formstabiler Kontaktlinsen korrigierbar.

Ein Astigmatismus ist meist angeboren, man kann dieser Fehlsichtigkeit daher auch nicht vorbeugen.

Die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie)

Zum Lesen

Nachdem wir nun die normalen Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit bereits in vorangegangenen Artikeln beschrieben haben, kommen wir zur Altersweitsichtigkeit – der Presbyopie. Wie der Name schon sagt, kommt diese Fehlsichtkeit mit dem Alter einher. Eines Tages trifft es jeden von uns. Die Arme werden zu kurz und kleine Schriften können nicht mehr deutlich gelesen werden.

Ursache

Auch das Auge unterliegt natürlich dem Alterungsprozess. Bereits ab dem zehnten Lebensjahr beginnen sich unlösliche Eiweiße in die Linse einzulagern – die Linse verliert dadurch an Elastizität. Der Linsenkern wird von Jahr zu Jahr zäher. Eine elastische Linse wird aber für die Anpassung an unterschiedliche Sehentfernungen (Akkommodation) benötigt. Kann die Linse ihre Brechkraft in jungen Jahren noch um bis zu 10 Dioptrien durch Änderung der Wölbung verändern, schafft sie es mit ca. 40 Lebensjahren nur noch um ca. 3 Dioptrien. Und mindestens 3 Dioptrien braucht ein jeder um zwischen maximaler Ferne und einem Leseabstand von ca. 33cm (Nahpunkt) scharf sehen zu können. Nimmt nun die Elastizität immer weiter ab, werden auch die 3 Dioptrien nicht mehr erreicht. Der sogenannte „Nahpunkt“ rückt immer weiter vom Auge weg, das Buch oder die Zeitung müssen demnach immer weiter weg vom Auge gehalten werden um noch scharf gesehen werden zu können. Irgendwann werden die Arme zu kurz – ein eindeutiger Hinweis für die Altersweitsichtigkeit.

Was tun?

Aufzuhalten ist dieser Alterungsprozess nicht. Durch eine Korrektion mithilfe einer Lesebrille, Arbeitsplatzbrille oder Gleitsichtbrille können die Augen aber unterstützt werden. Oft hört man, man solle die Korrektion so lange wie möglich hinauszögern um die Augen nicht zu verwöhnen. Das ist allerdings nur bedingt richtig. Wichtig ist es die Augen rechtzeitig zu unterstützen bevor es zu Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen durch Überanstrengung kommt. Der Augenoptiker des Vertrauens wird genau bestimmen wie gut sich das Auge noch an nahe Sehentfernungen anpassen kann. Wichtig ist es, nur den fehlenden Teil der bis zur individuellen Leseentfernung (Standard zwischen 30 und 40 cm) benötigt wird auch als Unterstützung zu geben. Mehr Unterstützung wird zwar oft als angenehm empfunden, führt aber eben wirklich zum „Verwöhnen des Auges“!

Fazit

Eine regelmäßige Überprüfung der Augen ist absolut empfehlenswert. Wer eh eine Fehlsichtigkeit vorzuweisen hat, wird dem auch automatisch nachgehen. Rechtsichtige allerdings greifen oftmals zu Fertiglesebrillen aus der Drogerie oder dem Baumarkt. Da die Betroffenen aber gar nicht wissen wie groß der Korrektionsbedarf ist, wird durch eigenes Ausprobieren oftmals eine zu starke Lesebrille gewählt. Die Augen werden aber so nicht mehr gefordert da die noch vorhandene Restanpassungsfähigkeit der Linsen ausgeschaltet wird. Eine rasante Verschlechterung ist die Folge! Finger weg von Selbstdiagnose – auf lange Sicht werden es Ihnen Ihre Augen danken!

 

 

 

Das weitsichtige (hyperope) Auge

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Im heutigen Artikel geht es um die Weitsichtigkeit – die Hyperopie. Zuerst einmal zu den Ursachen bzw. zur Erklärung. Wie auch beim kurzsichtigen Auge ist die Ursache eine nicht optimale Kombination aus Augapfellänge und Brechkraft der Augenlinse/Hornhaut. Bei einem rechtsichtigen (emmetropen) Auge wird ein Objekt bei entspanntem Blick in die Ferne exakt am Ort der Netzhaut abgebildet. Das Bild ist „scharf“. Bei einem weitsichtigen Auge wird das Objekt allerdings hinter dem Auge abgebildet, denn ein weitsichtiges Auge ist entweder zu kurz und/oder die Brechkraft der Linse/Hornhaut zu schwach. Um dies auszugleichen benötigt man sogenannte Sammellinsen (Pluslinsen). Diese verstärken die Brechung der einfallenden Lichtstrahlen, sodass sie wieder genau am Ort der Netzhaut gebündelt abgebildet werden. Der Weitsichtige sieht wieder „scharf“.

Eine Weitsichtigkeit bleibt häufig unerkannt. Weitsichtigen wird sogar nachgesagt sie hätten Augen wie ein Adler und häufig erreicht ein Weitsichtiger bei einem allgemeinen Sehtest für die Ferne eine 100%ige Sehschärfe. Das hat folgenden Hintergrund: Jedes gesunde Auge kann durch Anstrengung der Augenmuskeln die Wölbung der Augenlinse verändern. Eine flache Augenlinse benötigt ein Rechtsichtiger zum Sehen in die Ferne, eine stark gewölbte Augenlinse um Objekte in der Nähe zu fokussieren. Ein Weitsichtiger nutzt diese sogenannte Akkommodation aus. Die Linse wird unwillkürlich so stark gewölbt, dass Objekte in der Ferne wieder möglichst scharf abgebildet werden.

Die Augenlinse kann durch Akkommodation ihre Brechkraft um ca. 10 Dioptrien verändern. Dies stellt natürlich eine gewisse Anstrengung dar. Wer nun die Augenlinsen bereits für die Ferndistanz „scharf“ stellen muss, hat in der Nähe einen weitaus höheren Aufwand Objekte zu fokussieren. Weitsichtige Kinder haben demzufolge oft wenig Interesse am Schreiben und Lesen. Häufig werden sie als faule und unkonzentrierte Schüler auffällig. In den ersten Schuljahren entwickeln sich bei unkorrigierten, weitsichtigen Kindern häufig chronische Kopfschmerzen, die auf die Überanstrengung zurückzuführen sind. Es ist deshalb äußerst wichtig die Weitsichtigkeit bei Kindern frühzeitig  zu erkennen und zu behandeln.

Auch bei erwachsenen Weitsichtigen wird durch die unwillkürliche Akkommodation ein Sehfehler meist erst spät erkannt. Allerdings wird bei unkorrigierten Weitsichtigen häufig frühzeitig eine Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) festgestellt.

Zur Altersweitsichtigkeit, der Presbyopie, aber mehr im nächsten Artikel.

Haben Sie eine gute Sonnenbrille? – Der UV-Schutz ist wichtigstes Merkmal!

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Die Sonneneruptionen und deren Stärke sorgt auch in unseren Breitengraden für eine nie gekannte Intensität der schädlichen UV-Strahlen. Demzufolge sollte der Sonnenschutz neben der Haut auch besonders den Augen gelten.
Als empfindlicher Sehapparat können die Augen dauerhaft und unwiederbringlich geschädigt werden wenn kein ausreichender UV-Schutz vorhanden ist. Einen ersten Anhaltspunkt für qualitativ hochwertige Sonnenbrillengläser bietet die CE-Kennzeichnung in den Bügeln oder die Aufschrift EN 1836:1997. Um ganz sicher zu sein, kann man die Gläser beim Augenoptiker direkt auf den jeweiligen UV-Schutz prüfen lassen.

Übrigens hat die Farbe oder Farbintensität nichts mit dem UV-Schutz eines Sonnenbrillenglases zu tun. Auch leicht getönte Gläser können einen 100%igen UV-Schutz aufweisen. Aber auch fast komplett schwarze Gläser können die schädliche UV-Strahlung ungestört passieren lassen! Lediglich der Blendschutz wird durch die Tönung und Intensität der Glasfarbe beeinflusst. Gläser werden für bestimmte Lichtverhältnisse konzipiert – der Blendschutz wurde von renommierten Herstellern in Kategorien unterteilt. Meist findet sich die Berechnung der jeweiligen Kategorie an der Innenseite der Bügel und reicht von 0 bis 4:
Kategorie 0: sehr heller Filter, 80 bis 100Prozent Lichtdurchlässigkeit, für abends oder den leichten Lichtschutz
Kategorie 1: heller bis mittlerer Filter, 43 bis 80Prozent Lichtdurchlässigkeit, für die Stadt gut geeignet oder für bedeckte Tage
Kategorie 2: dunkler Universalfilter, 18 bis 43 Prozent Lichtdurchlässigkeit, besonders für den Sommer geeignet, für unsere Breitengrade der perfekte Blendschutz
Kategorie 3: sehr dunkler Filter, 8 bis 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit, für südliche Gefilde gut geeignet, für Strand, Berge und helle Wasseroberflächen
Kategorie 4: extrem dunkler Filter, 3 bis 8 Prozent Lichtdurchlässigkeit, für den Straßenverkehr zu dunkel, für Gletscher und Hochgebirge geeignet

Wenn auf Ihrer Wunsch-Sonnenbrille das CE-Zeichen und die Lichtschutzkategorie fehlen: Finger weg!

Für das Autofahren werden grau oder braun getönte Gläser empfohlen. Warnschilder und Lichtsignale bleiben gut erkennbar denn diese Farben verfälschen den natürlichen Farbeindruck am wenigsten. Für den Straßenverkehr ebenfalls gut geeignet sind gelbliche Tönungen denn sie verstärken die Kontraste. Rote oder blaue Brillengläser sind eher Modeerscheinungen – sie verändern die farbliche Wahrnehmung und sind nur bedingt als Sonnenschutz geeignet.
Auf der sicheren Seite für den Kauf einer guten Sonnenbrille sind Sie beim Augenoptiker. Er kann Ihnen weitere wertvolle Tipps zur optimalen Fassungsform und auch zu der richtigen Brillenglasfarbe und –tönungsintensität geben.

 

 

Die saubere Brille – für den perfekten Durchblick in Beruf und Freizeit

Ein Phänomen welches wohl jeder Brillenträger täglich beobachten kann – die Brille ist gerade erst geputzt und im nächsten Augenblick hat man schon wieder Zweifel am klaren Durchblick. Gerade Brillengläser mit Entspiegelungen zeigen gnadenlos jeden Fingerabdruck und jedes Staubkorn. Kombinationsbeschichtungen mit Super-Breitbandentspiegelung und Lotusbeschichtung gibt es seit einiger Zeit. Sie helfen sowohl beim Putzen bzw. lassen sogar einen Großteil an Verschmutzungen im Vorfeld schon „abperlen“.  Noch neuartigere Kombinationsbeschichtungen mit Antistatikwirkung erschweren sogar die Anhaftung für Partikel jeglicher Art.

Und trotzdem wird jede Brille irgendwann einmal putzbedürftig. Hierfür gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Methoden. Für zu Hause bestens bewert: klares, lauwarmes Wasser und einen Tropfen Spülmittel. Mit einem weichen Geschirrhandtuch sind die Gläser schnell getrocknet, poliert und von Staub und Fett befreit.

Als Alternative gibt es das Brillenbad oder auch das Ultraschallbad für den normalen Hausgebrauch. In diesen können auch Schmuck und andere Kleinteile gereinigt werden.

Für unterwegs, aber auch für zu Hause, empfiehlt sich gerade für empfindliche Kunststoffbrillengläser zur Brillenreinigung ein Microfasertuch. In Kombination mit einem Brillenputzspray ist man so für alle Eventualitäten auf der sicheren Seite.

Und wenn Sie sich irgendwann gar keinen Rat mehr wissen oder einmal eine wirkliche Tiefenreinigung vornehmen lassen möchten, ist Ihr Augenoptiker Ihr Ansprechpartner erster Wahl. Er lässt Ihre Brille in einem Industrie-Ultraschallbad intensiv reinigen und wechselt Kleinstteile wie Nasenpads etc.